
Die Oberfläche des IO-Tests enthält vier Registerkarten Überwachen, Senden, Behandeln und Ablaufverfolgung.
Auf der Registerkarte Überwachen kann man die gesendeten und empfangenen Botschaften und Signale beobachten. Dabei enthält die Tabelle Signale immer stets die Signale der in der Tabelle Botschaften ausgewählten Botschaft. In der Spalte Intervall wird die aktuelle Zykluszeit der Botschaft angezeigt. Während die Spalte Daten die Rohdaten der Botschaft bzw. des Signals enthält, sind die Angaben in der Spalte Wert mit Faktor und Offset des Signals (falls vorhanden) umgerechnet.

Auf der Registerkarte Senden sind die derzeit aktiven zyklischen Sendebefehle für den Bus aufgelistet. Da am LIN-Bus die Botschaften nach der ScheduleTable planmäßig gesendet werden, entfällt hier diese Registerkarte.
Über die Kontrollkästchen der Spalte Aktiv lassen sich die einzelnen Sendeaufträge deaktivieren und wieder aktivieren. Mit der Schaltfläche in der letzten Spalte gelangt man in den Programmierdialog zur Bearbeitung des Sendekommandos.

Auf der Registerkarte Behandeln sieht man die derzeit aktiven Ereignisbehandlungsroutinen. Dazu zählen die Analysen und Kontrollen von Signalen sowie die Reaktionen auf bestimmte Signale. Auch hier lassen sich die einzelnen Routinen mittels des Kontrollkästchens deaktivieren oder über die Schaltfläche „…“ bearbeiten.
Über den Menübefehl Datei – Neues Kommando oder der entsprechenden Symbolschaltfläche kann man einen neuen Auftrag hinzufügen. Je nach Art des Auftrags wird dieser in der Registerkarte Senden oder Behandeln eingetragen.

Mit der Ablaufverfolgung lassen sich alle empfangenen Botschaften in chronologischer Reihenfolge protokollieren. Mit dem Menübefehl Ablaufverfolgung – Starten oder der entsprechenden Symbolschaltfläche lässt sich die Ablaufverfolgung einschalten. Mit Ablaufverfolgung – Anhalten wird die Verfolgung wieder angehalten.
In der oberen Tabelle der Registerkarte Ablaufverfolgung werden die während der Ablaufverfolgung empfangenen Botschaften aufgelistet. Dabei wird in der Spalte Zeitstempel die Systemzeit der Bus-Schnittstelle zum Zeitpunkt der Botschaft angezeigt. Die untere Tabelle der Registerkarte zeigt die Signale und deren Signalwerte der oben ausgewählten Botschaft.
Mit dem Menübefehl Ablaufverfolgung – Exportieren… kann man die Tabelle der empfangenen Botschaften in eine Textdatei exportieren. Der Menübefehl Ablaufverfolgung – Löschen löscht die erfassten Daten.
Sind in der Prüfdefinition den beteiligten Schnittstellen entsprechende Symbol-Dateien zugeordnet, werden diese vom IO-Test zur Auswertung der Botschaften verwendet. Liegen diese Dateien nicht vor oder wird der IO-Test direkt aus der Konfiguration heraus aufgerufen, kann man die Symbol-Datei mit dem Menübefehl Datei – Symboldatei öffnen nachladen.
Der IO-Test zeigt immer nur die Geschehnisse auf einem Bus an. Dieser wird in der Statusleiste angezeigt. Den zu beobachtenden Bus kann man im Datei-Menü auswählen.
Die Angabe der Signaldaten erfolgt in Dezimalzahlen. Mit dem Menübefehl Ansicht – Hexadezimalanzeige lässt sich die Anzeige auf Hexadezimalwerte umschalten.
Mit dem Menübefehl Bearbeiten – Alles auswählen kann man auf den Registerkarte Senden oder Behandeln alle Kommandos auswählen. Wählt man Bearbeiten – Löschen werden die ausgewählten Kommandos gelöscht.
Hat man auf der Registerkarte Senden oder Behandeln eine oder mehrere Kommandos ausgewählt kann man diese mit dem Menübefehl Bearbeiten - Kopieren in die Zwischenablage kopieren. Die Kommandos in der Zwischenablage lassen sich bei der Programmierung von Prüfschritten verwenden. Dazu wählt man zuerst in der Spalte Aktion der Kommandotabelle des Prüfschritts die betreffende Kommando-Schnittstelle aus und wählt dann den Menübefehl Bearbeiten-Einfügen. Dann werden die zuvor im IO-Test kopierten Kommandos für die ausgewählte Schnittstelle in der Kommandoliste des Prüfschritts eingetragen.